Die Bremsflüssigkeit im Auto ist ein wesentlicher Bestandteil der Bremsanlage. Sie überträgt die Kraft vom Bremspedal auf die Bremsbauteile und bremst so das Fahrzeug ab. Umgangssprachlich wird oft vom Bremsöl wechseln gesprochen. Diese Flüssigkeit hat jedoch eine begrenzte Lebensdauer und kann mit der Zeit ihre Eigenschaften verändern.
Was passiert bei veralteter Bremsflüssigkeit?
- Wasseraufnahme: Bremsflüssigkeit zieht aus der Umgebungsluft Feuchtigkeit an. Das passiert in der Regel selbst im geschlossenen Ausgleichsbehälter (Bremsflüssigkeit).
- Sinkender Siedepunkt: Ein höherer Wassergehalt senkt den sogenannten Nasssiedepunkt. Eine gängige Variante (falls Sie sich fragen, welche Bremsflüssigkeit genutzt wird: oft der DOT-4-Standard) hat einen Trockensiedepunkt von ca. 230 Grad Celsius und einen Nasssiedepunkt von ca. 155 Grad Celsius.
- Gefahr von Dampfblasen: Steigt der Wasseranteil zu stark an, kann der Nasssiedepunkt auf unter 100 Grad Celsius fallen. Bei hohen Temperaturen (z. B. bei starken Bremsungen) kann die Flüssigkeit dann schneller verdampfen, was iim schlimmsten Fall zu einem Verlust der Bremskraft führen kann.
- Veränderte Eigenschaften: Ein hoher Wasseranteil kann zudem die Zähflüssigkeit (kinematische Viskosität) verändern. Das System kann unter Umständen undicht werden.
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